Montag, 25. April 2016

Quo vadis 2

...als ich den ersten Post dieses Titels schrieb, ahnte ich Veränderungen voraus - aber nicht, welcher Art sie genau sein würden. Nun steht zumindest fest: Mein Haus wird verkauft werden (müssen)! Das ist die Folge von Entwicklungen, die nicht aufzuhalten sind. Und eine sehr schmerzliche Konsequenz. Im Traum stieg die frühere Gabriele kurz vor dem Hafen aus und ich blieb in der Electrico stehen, den Blick auf die Britannic gerichtet. 

So soll es in der Realität nicht sein. Das Unterbewusstsein hat mich daran erinnert, dass ich Aufgaben zu lösen habe. Und damit ich das nicht vergesse, kam in der vorigen Woche gleich noch ein kräftiger Schubs hinterher. Dazu möchte ich nicht mehr schreiben als: "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es der dem bösen Nachbarin nicht gefällt"...

Noch schmerzt der Gedanke sehr. Denn ein Auszug wird unvermeidliche Folgen haben. Letzten Endes auch für die Beziehung zum Helden. Er hat hier seinen Arbeitsplatz, ist 50plus und kann nicht einfach so mal eben woanders neu anfangen. Ich schon. Wnn auch in einem gewissen (sehr bescheidenen) finanziellen Rahmen. Meine Lebensarbeit steckt als Kapital in diesem (noch) meinen Haus. Ist darin gebunden. Und ich kann keine Tür aushängen, um damit Rechnungen zu bezahlen. Das ist die bittere Realität. 



Da ich etwas in dieser Richtung bereits auf mich zurollen sah, gab es ein inneres Erdbeben in Portugal. Mit vielen klaren Worten meinerseits. Und sehr gefühlvollen von der anderen Seite. Da stand ein Asperger wieder einmal hilflos da. Verstehend und doch dem ausgeliefert, wie er nun einmal ist. Trotz aller Empathie. Ein Mensch, der mir einmal sehr, sehr viel bedeutet hat, sagte damals zu mir: "Wenn du zwischen Verstand und Gefühl zu entscheiden hast, wirst du immer ersteres wählen. Weil du unglaublich erwachsen bist und ich neben dir ein unreifer Bub." 

In diesen Tagen denke ich oft daran. Es trifft wohl zu. Doch hat mich auch vor manchem falschen Schritt bewahrt. So hoffe ich. Sicherheit war mir immer wichtig. Da ich sie als Kind nie und später nur selten hatte. Der Fluch der Vergangenheit (den meine Mutter voller Hass ausgesprochen hat) verfolgt mich stets, wohin ich auch gehe. Es gibt Ketten, die man niemals los wird. Aber man muss sich nicht noch schwerere freiwillig dazu aufladen. Es ist (für mich) gut erwachsen zu sein.

Wir wissen alle nicht, wie es geworden wäre, 
wenn wir irgendwann eine andere Tür gewählt hätten.
Nichts ist Zufall. Es wird kommen, wie es geschehen soll. 
Irgendwo wartet ein Haus. So Gott will...