Samstag, 27. Februar 2016

Es werde Licht

Manchmal denke selbst ich: "Was soll man daraus noch machen?!" Die Reste einer Lampe aus den Siebzigern flogen ewig bei mir herum, die Entscheidung darüber wurde vertagt und vertagt und... So etwas kennen wir alle. Aber dann: "Jetzt oder nie!" Bestandsaufnahme:





Reste auch noch zerlegt, Kabelstrang ausgebaut (bin Elektriker-Kind):




Ein Ornament wäre schön, der Lampenfuß ist aber rund und das Teil flach, was sich ändern soll. Also ziehen lassen in heißem Wasser, über Nacht auf Dose fixiert und trocknen lassen:




Siehe da, es hat funktioniert, die Wölbung bleibt:




Weiter geht es mit zwei Aufträgen der Kreidefarben, schleifen, wachsen etc.:

 

Zusammenbau, neues (altes) Elektrokabel montiert, andere Fassung, Ornamente aufgesetzt:


Glasschirm und -zylinder gebraucht über eine bekannte Auktionsplattform ersteigert und Lampe komplettiert:





Mehrere Gebrauchtteile sind wiederverwertet und haben ein neues Leben bekommen. Aus einem vorhandenen Balkenstück entstanden dazu zwei Figuren in der gleichen Farbe. Der Aufwand hat sich sichtbar gelohnt und ich liebe allabendlich das schöne, gedämpfte Licht im Fenster:






Diese tolle Aktion unterstütze ich in jeder Hinsicht und hoffe, 
den Link richtig eingefügt zu haben (bin hier halt noch ein Greenhorn):



Kommentare:

  1. Ja aber sooooo toll!! Gefällt mir richtig gut, und man sieht: Es gibt nichts, was man nicht wiedererwecken könnte! Ich gratuliere dir zu dieser wirklich gelungenen Reanimation! ;oD Die Figuren ihrerseits würde man am liebsten knuddeln, so drollig sind sie. Ja, ich mag das alles sehr! Bravo!!
    Hab ein wunderbares WE, herzlichste Grüsse!

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  2. Es freut mich sehr, dass Dir die Lampe gefällt (ich denke nämlich immer andere fertigen supertolle Sachen an und ich zeige nur so banales Zeug, das niemanden interessiert, schäm...)!

    Das Figurenpaar ist sehr einfach gehalten, aber (vielleicht gerade dadurch) weit vielseitiger als ich es zunächst annahm. Als ich sie nämlich auf der Fensterbank dekorieren wollte fiel mir auf, dass das gar nicht so einfach ist. Denn durch ihre Haltung zueinander drücken sie viel aus.

    Nah beisammen und gegenüber stehend (sozusagen Nase an Nase) kann das Innigkeit sein, oder auch unterschwellige Bedrohung. Mit dem Rücken zueinander herrscht Zoff. Nebeneinander schauen sie gemeinsam in eine Richtung. Geht er hinter ihr her, oder sie hinter ihm, entsteht ein völlig anderer Eindruck. Die Distanz schafft neue Möglichkeiten...
    Im Moment schauen beide gemeinsam aus dem Fenster hinunter auf die Straße, es sieht aus als würden sie sich unterhalten über das was sie dort sehen...

    Dankeschön für Dein Lob, das hat richtig mein Herz erwärmt!!!

    Dir auch ein wunderbares Wochenende und vielleicht bis bald!

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  3. Ohnein, du sollst nicht dein Licht unter den Scheffel stellen! Ich finde, jede Handarbeit, egal welchen Stiles, verdient Anerkennung und Lob. Und wenn dabei sowas Schönes rauskommt wie jetzt bei deiner Lampe, dann darf man das auf jeden Fall herzeigen. Ausserdem finde ich Recycling immer, immer supertoll. Viel besser als neu kaufen. Kaufen kann jeder- sich Gedanken dazu machen, wie man etwas wieder brauchbar machen kann und die Ideen dann auch umzusetzen, DAS ist die Kunst!
    Solche Figürchen führen manchmal wirklich ein Eigenleben. Sie sind ja schliesslich aus einer lebenden Materie entstanden (und das ist Holz auf jeden Fall!), also wieso sollten sie nicht auch irgendwelche Regungen zeigen, auch wenn diese, vordergründig, nur in unserem Kopf sichtbar sind? Eben. ;oD
    Ja, bis bald! Liebe Grüsse!

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  4. Es ist doch immer wieder reizvoll, aus irgendwelchen übrig gebliebenen Gegenständen etwas Neues entstehen zu lassen. Viel spannender, als einfach was Neues zu kaufen. Die Idee, wie Du das Ornament in Form gebracht hast, ist geradezu genial - werd ich mir merken.
    Tja, und zu den Figuren ist ja schon alles gesagt - fast magisch!
    Herzliche Grüße
    Antje

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    1. Man kann mit den beiden Figuren viel anstellen, das habe ich erst bei einer Foto-Session gemerkt. Fast kann man Geschichten mit ihnen erzählen, oder gegenseitige Gefühle zum Gedruck bringen. Erstaunlich...
      Holz ist ein fantastisches Material, immer wieder neu, immer wieder voller Herausforderungen und unendlich vielseitig. Ich liebe es!
      Herzliche Grüße vom Meer

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  5. Die Lampe ist wunderschön, gefällt mir sehr ! Die Idee mit dem Ornament ist klasse, vermutlich wäre ich nie auf sowas gekommen. Ich finde, Du machst richtig tolle Sachen.

    Liebe Grüße
    Birgit

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    1. Mir geht es immer darum in erster Linie JENES zu verwenden, was ich ohnehin habe. Dass Unikate entstehen ist ein angenehmes Nebenprodukt. Aber ich freue mich darüber alten Dingen - die andere Menschen kaum beachten würden - wieder einen Wert zu geben. Vielleicht wecke ich damit ein Bewusstsein dafür, das würde mich sehr freuen...
      Liebe Grüße zu Dir

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  6. Liebe Gabriele, ich stelle immer wieder fest: In dir schlummert wahrlich eine Künstlerin. Alles was ich bisher gesehen habe, hast du einfach perfekt hinbekommen. Ganz toll. Ich bin begeistert !

    liebe grüße
    nicole

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  7. So, jetzt bin ich wieder zurück von der Alm *) - und sehe mir begeistert deine Lampe an: Absolut toll geworden - DANKE fürs verlinken bei ANL!!!
    *) Übrigens denkt meine Freundin Maria, die ebenfalls auf der Almhütte war, über eine Wanderung auf dem Jakobsweg nach - sie hat einiges zu verarbeiten. Hast du ev. einen Tipp für sie, welche Strecke besonders gut geeignet sein könnte?
    Alles Liebe von der Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/03/almhutten-tage-und-noch-ein-bisserl-mehr.html
    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥

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    1. Hallo liebe Traude,

      vielleicht mag Deine Freundin Maria mich mal anschreiben? Es ist nicht leicht einfach so einen Rat/Tipp zu geben.

      Wie wandererfahren ist sie?
      Fit?
      In welchem Alter?
      Mag sie eher bergige Strecken?
      Möchte sie sich gern schöne Orte anschauen?
      Würde sie die weiten Getreidefelder der Meseta lieben?
      Wäre ihr "der Anfang/Start" mit anderen Pilgern wichtig?
      Würde sie lieber die harte Pyrenäenetappe vermeiden?
      Möchte sie unbedingt Santiago erreichen, oder "auf Raten" gehen?
      Wieviel Zeit würde sie sich nehmen wollen?
      Von wo nach wo fliegen? Die Bahn nutzen, oder den Fernbus?

      Gern will ich Auskunft geben über alles, was mir bekannt ist, bzw. ich aus den eigenen Erfahrungen meiner vier Jakobswege kenne.

      Alles Liebe zu Dir in die Ferne,
      Gabriele

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